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Persönlichkeiten


Professor Dr. Gerhard Wagenitz

Prof. Dr. Gerhard Wagenitz (M. Appelhans 2016)

Gerhard Wagenitz (* 31. Mai 1927, † 30. Januar 2017) ist im 90. Lebensjahr verstorben. Der gebürtige Potsdamer war 60 Jahre Mitglied des Botanischen Vereins, früherer Geschäftsführer und dessen Ehrenmitglied. Seine botanischen Hauptarbeitsgebiete lagen im Bereich der botanischen Systematik, hier mit seinem "Kernforschungsgebiet" der Korbblütengewächse sowie im Bereich der Geschichte der Botanik. Sein besonderes Interesse galt dabei den Gattungen Centaurea und Filago. Centaurea wagenitzii Hub.-Mor. gehört neben weiteren Sippen zu den Pflanzen, die ihm zu Ehren benannt wurden. Den "Jubiläumsband" des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg anlässlich seines 150jährigen Bestehens (2009) prägte Gerhard Wagenitz mit dem äußerst umfangreichen wie umfassenden Teil der Biografien märkischer Botaniker.

In seinem letzten Vortag beim Botanischen Verein am 21. Oktober 2015 widmete er sich Carl Ludwig Willdenow (1765-1812) - einem der letzten "Linneaner" und dem Berliner Botanischen Garten. Die lebendigen Schilderungen von Gerhard Wagenitz werden allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben.

Siehe auch Laudatio von Volker Wissemann (2007) aus Anlass der Ernennung von Gerhard Wagenitz zum Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

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Siegfried Hamsch

Siegfried Hamsch 2014 (G. Krüger)

Unser langjähriges Vereinsmitglied Siegfried Hamsch, geboren am 23. April 1934, ist am 16. August 2016 verstorben. Er war Ehrenmitglied des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg. Erfahren Sie etwas über sein Leben und naturkundliches Schaffen.

Sein Grab befindet sich auf dem Georgen-Parochial-Friedhof II., Landsberger Allee 48-50 in 10249.

Siehe auch H. Illig: Siegfried Hamsch zum 80. Geburtstag und Jubiläumsveranstaltung.

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Dr. Karl-Heinz Großer

Dr. Karl-Heinz Großer

Am 18. Juni 2015 ist unser langjähriges Mitglied, Dr. Karl-Heinz Großer, kurz nach seinem 90. Geburtstag am 18. Mai 2015, verstorben.

Karl Heinz Großer wurde 1925 in Görlitz geboren. Er studierte in Eberswalde Forstwirtschaft und promovierte 1955 (unter Betreuung von A. Scamoni) zum Thema "Forstliche Vegetations- und Standortuntersuchungen in der Oberlausitzer Heide und an den natürlichen Fichtenvorposten der südlichen Niederlausitz". Nach der Tätigkeit als Direktor des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz war Karl-Heinz Großer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz (ILN) Halle. Hiervon war er 24 Jahre Leiter der Arbeitsgruppe Potsdam des ILN. Nach seiner Emeritierung im Jahre 1990, führt er seine wissenschaftlich-technischen Arbeiten in den Fachbereichen Naturschutz, Landschaftspflege und Waldkunde vorwiegend für Gebiete in Süd-Brandenburg und in der Oberlausitz durch.

Karl-Heinz Großer war seit 1993 Mitglied des Botanischen Vereins, in der DDR-Zeit wirkte er in der Arbeitsgemeinschaft Märkischer Botaniker mit. Bis in die jüngste Zeit unterstützte er die Arbeit des Botanischen Vereins, so mit der Übergabe von Schriften für die Durchführung der jährlichen Botanikertagungen.

Eine Würdigung zum Lebenswerk von Karl-Heinz Großer finden Sie im Band 148 (2015) der Verhandlungen des Botanischen Vereins.

Siehe auch Naturschutzgeschichte Ostdeutschlands.

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Dr. Gerrit Stohr

Dr. Gerrit Stohr

Der Botanische Verein trauert um Dr. Gerrit Stohr.

Am 6. August 2014 ist unser langjähriges Mitglied, Dr. Gerrit Stohr im
87. Lebensjahr verstorben.

Gerrit Stohr war seit 1991 aktives Mitglied des Botanischen Vereins,
davor wirkte er intensiv in der Arbeitsgemeinschaft märkischer
Botaniker mit. Soweit es ihm möglich war, war er regelmäßiger
Teilnehmer der Brandenburgischen Botanikertagungen. Ein Schwerpunkt
seiner botanischen Tätigkeit galt der Bearbeitung der Gattungen
Festuca (Schwingel) und vor allem Rubus (Brombeere).

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit arbeitete Gerrit Stohr im Bereich Botanik
und Arboretum der Humboldt Universität zu Berlin sowie im Botanischen
Garten und Botanischen Museum Berlin. Hier hat er neben der
Rubus-Forschung an der Bearbeitung der Flora von Kuba mitgewirkt.

Mit Gerrit Stohr verlieren wir einen, im Auftreten zwar
zurückhaltenden, aber leidenschaftlichen Botaniker. Er war DER
brandenburgische Rubus-Kenner! Seine Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft wird uns in guter Erinnerung bleiben.

Professor Dr. Hildemar Scholz

Professor Dr. Hildemar Scholz (R. Rohner)

Der Botanische Verein von Berlin und Brandenburg trauert um

Professor Dr. Hildemar Scholz
* 27. 5. 1928  † 5. 6. 2012

Hildemar Scholz war 60 Jahre Mitglied des Botanischen Vereins und dessen Ehrenmitglied.
Er war im Beirat und Redaktionsbeirat des Vorstands. Von 1984 bis 1987 war er Vorsitzender
des „damaligen“ Berliner Botanischen Vereins.

Hildemar Scholz hatte ganz wesentlichen Anteil an der Erforschung der ruderalen Nachkriegsflora West-Berlins
und war damit ein Pionier seiner Zeit. Seine zahlreichen Bearbeitungen umfassten ein breites Arbeitsgebiet:
Floristik, Systematik und Evolutionstheorie, Geschichte der Botanik. Floristisch und systematisch bearbeitet wurden
von ihm insbesondere ruderale Pflanzen, Gräser und Brandpilze.
Zu seinen Lieblingsgattungen bei den Gräsern gehörten Poa, Bromus oder Agrostis.

Im Botanischen Verein war Hildemar Scholz, im besten Sinne, ein aktives, dem Verein die Treue haltendes Vereinsmitglied.
In seinem jahrzehntelangen Wirken hat er den Botanischen Verein wesentlich mitgetragen und geprägt.
Als herausragender Botaniker wird er uns ebenso fehlen wie als freundlicher und hilfsbereiter Mensch,
mit seinem ganz eigenen Witz und seiner Ironie.

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